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                         DSH - KC - TATSACHEN

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DEUTSCHER SCHÄFERHUND - KENNEL CLUB - TATSACHEN
 von
David Payne

Gesundheit & Wohlergehen von Rassehunden – und der Kennel Club
im Bezug auf den deutschen Schäferhund

HIER HERUNTERLADEN und DRUCKEN

Der Kennel Club sollte folgende Frage beantworten:

Würde der Kennel Club einen blinden und tauben, reinrassigen Wurf Welpen registrieren, deren Elterntiere an schwerer Hüftgelenksdysplasie, schwerer Ellbogendysplasie, Epilepsie und Haemophilie leiden?

Die ÖFFENTLICHKEIT hat das Recht auf eine Antwort!

REGISTRIERUNGEN stehen im Zusammenhang mit den Einkünften des Kennel Clubs an erster Stelle, vor dem dringenden Bedarf an fundamentalen, bedeutungsvollen und effektiven Maßnahmen zur wesentlichen Verbesserung der Gesundheit und des Wohlergehens von Rassehunden. Dies ist auch der Hauptgrund dafür, dass mit dem Kennel Club wesentliche und nachhaltige Verbesserungen von Gesundheit und Wohlergehen von Rassehunden nicht erreicht werden können.

Der Kennel Club legt keinen Wert auf strikte Identifizierungskriterien für die Zulassung zu offiziellen Ausstellungen, und, was noch schlimmer ist, die auszustellenden Tiere müssen nicht einmal gesundheitliche Mindestanforderungen erfüllen. Sogar der Best-in-Show-Sieger der CRUFTS, gar nicht zu sprechen von den anderen Siegern der CRUFTS, darf an einer Anzahl Erbkrankheiten leiden, die durch einen Gesundheitstest festgestellt werden könnten oder bereits tatsächlich festgestellt wurden.

Bei den derzeitigen Prioritäten des Kennel Clubs wäre der Gesundheit und dem Wohlergehen von Rassehunden am besten ohne den Kennel Club gedient. Man muss nur bedenken, wie der Kennel Club im letzten Jahr mit der Gesundheit und dem Wohlergehen der in großer Zahl vertretenen und sehr beliebten Rasse, des deutschen Schäferhunds, umgegangen ist. Das Folgende ist aus sachlichen Gründen nur eine Zusammenfassung, die aber dem Leser hoffentlich ein klares Bild davon gibt, was der Kennel Club alles für die Gesundheit und das Wohlergehen des deutschen Schäferhundes nicht tut. Und offensichtlich trifft das auch auf alle anderen Rassen zu.

Deutscher Schäferhund (German Shepherd Dog, GSD)
Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass der Gesundheit und dem Wohlergehen des deutschen Schäferhundes am besten in den nationalen DSH Zuchtvereinen gedient wäre, die Mitglieder der Weltunion der Schäferhundvereine (WUSV), der GSD League und BAGSD (British Association for German Shepherd Dogs) sind, die gemeinsam mit dem GSD Breed Council alle DSH-Zuchtvereine in Großbritannien repräsentieren.

Diese hoch angesehenen Organisationen haben sich 2008 zur GSD Partnership (GSDP) zusammengeschlossen und haben gemeinsam ein Verbesserungsprogramm (Planned Improvement Programme - PIP) geplant – (Anhang 1). Es besteht aus einer Liste von Verbesserungen im Hinblick auf die Gesundheit und das Wohlergehen des deutschen Schäferhundes, die vom Kennel Club absichtlich umgangen werden.

Im November 2008 weigerte sich der Kennel Club, das geplante Verbesserungsprogramm (Planned Improvement Programme - PIP) in die Agenda des gemeinsamen Meetings mit der GSDP aufzunehmen. Trotz weiterer Treffen mit dem Kennel Club im April 2009 und August 2009 wurde keinerlei Fortschritt erzielt. Öffentliche Stellungnahmen des Kennel Clubs wurden anscheinend mit dem Ziel ausgearbeitet, die gemeinsamen Diskussionen außer Acht zu lassen, was sich bestätigte, als der Kennel Club sich stur weigerte, das Protokoll des Meetings im August 2009 gemeinsam zu vereinbaren, und darauf bestand, dass seine Version die richtige sei, und sich stur weigerte, im Bezug auf diesen Meinungsunterschied Zugeständnisse zu machen, so dass die gemeinsamen Diskussionen hätten fortgesetzt werden können.

All dies gipfelte darin, dass der Kennel Club die GSDP komplett außer Acht ließ und im Umgang mit den DSH-Zuchtvereinen zu seiner gewohnten, diktatorischen Position zurückkehrte, indem er den Dialog mit der GSDP abbrach und anstatt dessen in der ersten Januarwoche 2010 ein Pressestatement herausgab. Die ursprüngliche Haltung, die Vergabe von Challenge Certificates (Siegertitel) an DSH auch im Jahr 2012 zu verweigern, wurde fortgesetzt, indem der Kennel Club nun verlangte, das die einzelnen DSH-Zuchtvereine eine “Zusage” (Anhang 2) unterzeichnen sollten, damit sie Challenge Certificates zugeteilt bekommen. Eine eindeutige Teile-und-Herrsche-Politik, außerdem eine eindeutige Politik, das geplante Verbesserungsprogramm (Planned Improvement Programme, PIP) der GSDP zu sabotieren, und überdies eine klare Haltung, als ERSTE PRIORITÄT weiterhin das Erzielen von Einkünften aus REGISTRIERUNGEN beizubehalten. Außerdem sind die Kommentare in der “Zusage” eindeutig politisch so ausgerichtet, dass der Eindruck entsteht, als ob die GSD Partnership kein ernsthaftes Interesse an der Gesundheit und dem Wohlergehen des deutschen Schäferhundes hätte. DIES STIMMT NATÜRLICH NICHT. Tatsache ist, dass es der Kennel Club ist, der in dieser Hinsicht versagt. Man muss nur das geplante Verbesserungsprogramm (PIP) der GSDP durchlesen, um dies voll zu verstehen.

Und das war dem Kennel Club noch nicht genug, man stellte dort außerdem fest, dass viele GSD-Zuchtvereine zur Ausstellung ihrer Schäferhunde das deutsche System attraktiv fanden. Man kannte auch die Popularität des GSD BRITISH SIEGER EVENTS, das in den letzten fünf Jahren jährlich stattfand. Auch war bekannt, dass die Veranstaltung der Mitgliedsclubs der WUSV nach dem deutschen System stattfand, bei dem eine Identifizierung und ein Gesundheitstest zu den Zulassungsbedingungen gehören. Etwas, was beim Kennel Club leider nicht der Fall ist. Da nun der Kennel Club fürchtet, dass sich für deutsche Schäferhunde eine alternative Showkultur entwickeln kann und wird, wurde folgende Klausel in die “Zusage” aufgenommen.

Klausel 9. “Der Club bestätigt, dass er im Hinblick auf alle Angelegenheiten mit dem Kennel Club im guten Glauben verfahren wird, einschließlich der Zusage, dass er ohne die ausdrückliche Erlaubnis des Kennel Clubs keine Veranstaltungen abhalten wird, die gemäß den Regeln und Bestimmungen einer anderen Organisation als dem Kennel Club stattfinden.”

Warum diese Klausel in eine Zusage aufgenommen wurde, die sich angeblich primär auf die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlergehens des deutschen Schäferhundes bezieht, bleibt unklar.

Ich glaube, dass dadurch der Fortschritt für den deutschen Schäferhund in Großbritannien durch WUSV-Veranstaltungen behindert werden soll.

Der Kennel Club zeigt deutlich, dass er den großen Einfluss, den Hundeshows auf Züchter haben können, nicht nutzt, was von Professor Bateson in seinem letzten Bericht belegt wird; in der Antwort auf folgende Frage eines Schäferhundzüchters heißt es:

Frage: “Wir stellen derzeit einen Schäferhund mit einem Hüftwert von 3-47=50 aus (Anmerkung des Verfassers – es handelt sich dabei um eine schwere Hüftgelenkdysplasie). Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie bitte für uns klären könnten, ob ein Zuchtrichter den Hüftwert unseres Hundes berücksichtigt, ihn also bei der Ausstellung dafür bestrafen kann, obwohl er sehr gesund ist und die Bewegungsabläufe hervorragend sind?”

Der Kennel Club antwortete: “Um Ihre Frage zu beantworten: Zuchtrichter müssen nur sichtbare Erkrankungen berücksichtigen, an denen ein Hund leidet und die seine Gesundheit und sein Wohlergehen beeinträchtigen. Deshalb werden Tatsachen über den Gesundheitszustand des Hundes wie der Hüftwert vom Schaurichter bei der Beurteilung nicht berücksichtigt und es wäre auch unangebracht, aufgrund von solchen Informationen Bewertungen vorzunehmen.”

Diese Antwort des Kennel Clubs ist sehr aufschlussreich und die Verwendung des Wortes sichtbar belegt klar seine Einstellung: “ aus den Augen – aus dem Sinn” im Bezug auf Gesundheitstest-Informationen. Sie belegt auch, dass man nicht willens ist, Ergebnisse von Gesundheitstests zur Bedingung für die Zulassung zu vom Kennel Club konzessionierten Shows zu machen. Das ist beschämend und zeigt klar, dass bei ihnen Showzulassungen der Gesundheit und dem Wohlergehen von Rassehunden gegenüber den Vorrang haben, übertroffen werden diese nur von ihrer ersten Priorität, ihr Einkommen aus Registrierungen zu sichern. Und das ist genau das Gegenteil dessen, was sie eigentlich tun sollten und es belegt, dass der Kennel Club im Hinblick auf die Gesundheit und das Wohlergehen von Rassehunden “fachlich ungeeignet” ist.

Ich möchte an dieser Stelle die Frage stellen, welche “Zusage” bezüglich Gesundheit und Wohlergehen der Kennel Club von den Rassehundzüchtern verlangt, die einen WURF BEI IHNEN REGISTRIEREN wollen?

Dabei ist die Effektivität des Kennel Clubs bei der Umsetzung wesentlicher Änderungen zu berücksichtigen, mit denen wesentliche Verbesserungen für die Gesundheit und das Wohlergehen von Rassehunden ernsthaft gefährdet werden, nur damit das klar im Vordergrund stehende Einkommen aus den REGISTRIERUNGEN und den Showeintragungen des Kennel Clubs geschützt und maximiert wird. Dies könnte nicht deutlicher belegt werden als durch die fehlenden Fortschritte mit der GSDP und ihrem hervorragenden geplanten Verbesserungsplan für die Gesundheit und das Wohlergehen. Das geplante Verbesserungsplan würde verlangen, dass der Kennel Club seine Prioritäten ändert, wozu er offensichtlich nicht in der Lage und auch nicht gewillt ist.

Die GSD Partnership (GSDP) und auch die Weltunion der Schäferhundvereine (WUSV) ist sich der Tatsache bewusst, dass einige deutschen Schäferhunde Probleme mit der Festigkeit der Hinterhand haben. Das ist weder richtig noch positiv und kann nur dadurch gebessert werden, dass ein informiertes Beurteilungssystem etabliert wird, in Verbindung mit einer Informationskampagne, die die ganze Schäferhundzucht erreicht.

Der Leser sollte keine Zweifel daran hegen, dass die GSD League of Great Britain (WUSV Mitglied), der älteste und einflussreichste DSH-Verein, weiterhin sämtliche möglichen Anstrengungen unternehmen wird, um eine wesentliche Verbesserung der Gesundheit und des Wohlergehens des deutschen Schäferhundes sicherzustellen, in Übereinstimmung mit dem geplanten Verbesserungsplan (Planned Improvement Programme - PIP), das von ihr ins Leben gerufen wurde. Ich bin auch zuversichtlich, dass sie von vielen anderen Schäferhundvereinen und von der WUSV stark unterstützt wird, wo man ein wirkliches Interesse an der Gesundheit und dem Wohlergehen unserer herrlichen Rasse in der Zukunft hat.

David Payne
VIDEX GSD
www.videxgsd.com

 

Anhang 1

Geplantes Verbesserungsprogramm - “Planned Improvement Programme” (PIP) für die Gesundheit und das Wohlergehen, von der GSD Partnership (GSDP)

 

Eine Liste von Verbesserungen, die vom Kennel Club absichtlich ignoriert wird.

1)       Der Zuchtname deutscher Schäferhund (Alsatian) sollte an den Rest der Welt angeglichen und somit in „deutscher Schäferhund“ geändert werden. Damit würden auch Irrtümer ausgeräumt, die in der Öffentlichkeit bestehen, wo man häufig meint, es existieren zwei verschiedene Arten/Rassen – der deutsche Schäferhund und der Alsatian (Elsässer).

2)       Einführung einer obligatorischen Ankörung, bevor eine Zuchterlaubnis erteilt wird.

3)       Es dürfen keine Hündinnen unter 21 Monaten zur Zucht verwendet werden.

4)       Es dürfen keine Rüden unter 18 Monaten zur Zucht verwendet werden.

5)       Inzucht, die enger als 3, 2 oder 2, 3 ist, wird nicht akzeptiert.

 

6)       Obligatorische Ausbildung für Zuchtrichter mit einem Prüfausschuss von erfahrenen Zuchtrichtern, der vom KC und den Partnern bevollmächtigt ist und der die Einhaltung der Regeln durch die Zuchtrichter überwacht, mit regelmäßigen Diskussionsforen.

7)       Reduzierung der Liste der Zuchtrichter auf ein aktives Register und eine Qualifiziertenliste.

8)       Inzucht muss zur Differenzierung auf der KC-Ahnentafel gezeigt werden.

9)       Ein rascher Gewinn bei der Unterscheidung zwischen deutschen Schäferhunden, die getestet wurden, und solchen, die nicht getestet wurden, ließe sich für den KC dadurch erzielen, wenn sie die international gültigen Gesundheits- und Arbeitstests für die Rassen anerkennen würden. Der Standard eines guten Teils der Schäferhunde, die beim KC registriert sind, ließe sich so nachweislich verbessern.

10)     Zukünftige Zuchtstandards:-

11)     Jeder Welpe, der beim Kennel Club registriert wird, muss Eltern haben, die beide die beide geröntgt wurden und einen Hüftwert von maximal 20 haben (wobei keine Seite höher sein darf als 12) oder für die ein ähnliches, anerkanntes ausländisches Ergebnis vorliegt.

12)     Jeder Welpe, der beim Kennel Club registriert wird, muss Eltern haben, bei denen eine Röntgenaufnahme der Ellenbogen gemacht wurde und die dabei durch die BVA oder anhand eines anerkannten ausländischen Status bewertet wurden.

13)     Der Vater jedes Welpen, der beim Kennel Club registriert wird, muss einen Hämophilie-Test bestanden haben, wenn die Zucht in Großbritannien erfolgt ist. 

14)     Jeder Welpe, der beim Kennel Club registriert wird, muss Eltern haben, die beide zu Identifizierungszwecken entweder tätowiert wurden oder einen entsprechenden Mikrochip tragen, so dass die Identität des jeweiligen Hundes mit seiner Dokumentation übereinstimmt.

15)     Die Eltern jedes Welpen, der beim Kennel Club registriert wird, müssen über eine DNA-Identifizierung verfügen, die beim Kennel Club oder einer anerkannten ausländischen Behörde gespeichert ist.

16)     Jeder Welpe, der beim Kennel Club registriert wird, muss der Farbanforderung des Zuchtstandards entsprechen.

17)     Die Eltern jedes Welpen, der beim Kennel Club registriert wird, müssen eine Körung bestanden haben (in dem Jahr, in dem die Tiere 2 Jahre alt werden – oder älter), entweder in Großbritannien oder bei einer anerkannten ausländischen Behörde. 

18)     Die Körung in Großbritannien muss verbessert werden und einen Fitness-/Ausdauertest umfassen, der dem Ausdauertest entspricht, der von den internationalen WUSV-Behörden verlangt wird.

19)     Die Eltern jedes Welpen, der beim Kennel Club registriert wird, müssen entweder eine anerkannte Schutzhundprüfung des Kennel Clubs oder der WUSV bestanden haben, mit mindestens dem Gold Kennel Club Good Citizen Test oder einer Begleithund-Qualifikation.

20)     Der Züchter jedes Welpen, der beim Kennel Club registriert wird, muss über ein gültiges Kennel Club Präfix verfügen.

  

Anhang 2

die Kennel Club “Zusage”
für die
DEUTSCHE SCHÄFERHUND (Alsatian) Zuchtvereine

Bei seinem Treffen am 05. Januar 2010 besprach der Vorstand des Kennel Clubs erneut die Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem deutschen Schäferhund.

Wie bereits zuvor berichtet, ist der Kennel Club sehr enttäuscht über den mangelnden Fortschritt nach den Treffen mit der GSD Partnership in den Jahren 2008/9. Dass man sich über das Protokoll des Meetings vom 18. August 2009 nicht einigen konnte, ist besonders enttäuschend, besonders, da das Problem der ungesunden Hinterhand und Sprunggelenke einiger Hunde innerhalb der Zucht weithin bekannt ist.

Der Kennel Club wartet seit Juli 2009 darauf, dass die deutsche Schäferhund-Community insgesamt eine sinnvolle und praktikable Vorgehensweise im Zusammenhang mit diesen Gesundheits- und Wohlergehensproblemen in der Zucht vorschlägt, die vom Kennel Club zu Recht thematisiert wurden. Dies ist bislang noch nicht erfolgt und der Kennel Club hat nun, wie er es vor drei Wochen angekündigt hat, entschieden, zusammen mit einzelnen Züchterclubs, die dazu bereit sind, einige proaktive Schritte zu unternehmen. Dies ist ein Versuch, die Gesundheit und das Wohlergehen der Rasse zu schützen und deren Zukunft zu sichern, was auch das alleinige Motiv des Kennel Club während der Diskussionen mit der deutschen Schäferhund-Züchtergemeinschaft war.

Grundsätzlich werden nur denjenigen zur Wahl stehenden Clubs Challenge Certificates für 2012 zugeteilt, die Folgendes akzeptieren:

bullet

Es existiert ein bestimmtes Maß an Festigkeitsprobleme der Hinterhand der Rasse,

bullet

Diese Probleme sollten bei Ausstellungen entsprechend bestraft werden, und

bullet

Die Regeln des Kennel Club im Bezug auf Doppelhandling werden in der Zukunft eingehalten.

Diejenigen Clubs, die dies nicht akzeptieren, werden keinen Kennel Club Challenge Certificate Status erhalten.

Deshalb hat der Vorstand des Kennel Clubs bei seinem diese Woche stattgefundenen Treffen detaillierte Vorschläge ausgearbeitet, die genau vorgeben, welche Schritte die Zuchtvereine und Andere vornehmen müssen, um die wichtigsten Probleme in der Schäferhundzucht anzugehen und sich somit für die Zuteilung des höchsten Preises des Kennel Clubs, des Challenge Certificate, zu qualifizieren. Diese Zuteilung wurde aufgrund der noch ausstehenden Lösung der Probleme entsprechend verschoben.

Um sich nun für die Zuteilung des Kennel Club Challenge Certificates zu qualifizieren, werden alle Schäferhundzuchtvereine und General & Group Championship Show Societies, denen in der Vergangenheit Challenge Certificates zugeteilt wurden und die diese Certificates auch zukünftig haben wollen, gebeten, eine formale Zusage zu unterschreiben, sich mit sofortiger Wirkung bei allen zukünftigen Shows an bestimmte Bedingungen zu halten.

Nur die Gesellschaften, die diese Zusage anerkennen, kommen für die Zuteilung des Kennel Club Challenge Certificates für Schäferhunde für das Jahr 2012 und die folgenden Jahre in Frage.

Der Kennel Club hat alle Schäferhundzüchterclubs und betroffenen General & Group Championship Show Societies angeschrieben und ihnen sämtliche Details der verlangten Zusage mitgeteilt. Als Termin für die Einsendung der unterschriebenen Zusagen wurde der 31. März 2010 festgelegt.

Ronnie Irving, Vorsitzende des Kennel-Clubs erklärte: “Das Committee ist der Überzeugung, dass keine andere Wahl bleibt, als zusammen mit den einzelnen Clubs positive und praktikable Maßnahmen zu ergreifen, wenn man berücksichtigt, dass die Schäferhund-Community als Ganzes keine Antwort gefunden hat. Seitdem der Kennel Club diese Probleme thematisiert hat, sind sechs Monate vergangen, es wurde viel geredet und wenig getan. Wir können nicht zulassen, dass diese Situation weiterhin auf unbestimmte Zeit fortbesteht, ohne dass Lösungen umgesetzt werden.

Die Anforderungen der Zusage sind völlig vernünftig. Ich hoffe, dass die Schäferhund-Community dies als eine Gelegenheit wahrnimmt, um die notwendigen Maßnahmen zur Lösung der Zuchtprobleme zu ergreifen, die in der Hundewelt jedem bewusst sind.”

Die “Zusage”, die die deutschen Schäferhund-(Elsässer)-Züchterclubs zu unterzeichnen gebeten werden, verlangt die Anerkennung und Einhaltung folgender Bedingungen:

1.          Der Verein anerkennt, dass er nicht zur Zuteilung des Kennel Club Challenge Certificates for German Shepherd Dogs (Alsatian) zugelassen wird, wenn er sich nicht mit den unten aufgeführten Bedingungen einverstanden erklärt und die schriftliche Bestätigung dieses Einverständnisses durch den Secretary (Verwaltungsdirektor) und den Vorsitzenden des Vereins vorlegt.

2.          Der Verein anerkennt, dass es ein bestimmtes Maß an Festigkeitsprobleme der Hinterhand der Rasse gibt, insbesondere bei den Sprunggelenken einiger Hunde und dass diese Probleme bei Shows bestraft werden sollen.

3.          Der Verein sorgt für die Ausbildung seiner Zuchtrichter bezüglich des richtigen Gesamtaufbaus und der Bewegung der Rasse, damit die oben aufgeführten Fehler vermieden werden.

4.          Der Verein informiert die Zuchtrichter vor den Ausstellungen über ihre Verantwortung bezüglich Gesundheit und Wohlergehen, insbesondere im Bezug auf die Festigkeit.

5.          Der Verein hält die Kennel Club Regulation F(1) Paragraph 17h ein; “Das Erregen der Aufmerksamkeit ausgestellter Hunde von außerhalb des Rings ist untersagt. Es liegt in der Verantwortung der Zuchtrichter, der Ringhelfer und der Schauleitung, das „rufen“ zur Kenntnis zu nehmen und zu unterbinden.”

6.          Das Eskalationsverfahren des Kennel Club im Bezug auf die Praxis des „Rufens“ von Außen (Doppelhandling) ist einzuhalten.

7.          Der Verein stellt sicher, dass seine Zuchtrichter und Ringhelfer per schriftlichem Vertrag dazu verpflichtet werden, Regulation F(1) Paragraph 17h einzuhalten und dass sie das Eskalationsverfahren einhalten. Eine spezifische dahingehende Formulierung (die vom Kennel Club zur Verfügung gestellt wird) ist in die Vertragsausfertigungen der Zuchtrichter und der Ringhelfer aufzunehmen.

8.          Der Verein bestätigt, dass Personen, die die oben aufgeführten Bestimmungen nicht einhalten, innerhalb von sieben Tagen ab dem letzten Tag der Ausstellung dem Kennel Club gemeldet werden.

9.          Der Verein bestätigt, dass er im Hinblick auf alle Angelegenheiten mit dem Kennel Club im guten Glauben verfahren wird, einschließlich der Zusage, dass er ohne die ausdrückliche Erlaubnis des Kennel Clubs keine Veranstaltungen abhalten wird, die gemäß den Regeln und Bestimmungen einer anderen Organisation als dem Kennel Club stattfinden.

10.        Der Verein legt nach Aufforderung und in jedem Fall jährlich einen Bericht vor, in dem die Einhaltung dieser Bedingungen bestätigt und belegt wird, Berichte über jede notwendige Durchsetzung der Regulation F(1) Paragraph 17h sind beizufügen, aus denen auch hervorgeht, wie diese Durchsetzung vonstatten ging.

Ein Bericht über das Einverständnis zur Einhaltung und die tatsächliche Einhaltung dieser Bedingungen ist für Herbst 2010 vorgeschrieben, bevor die Prüfung zur Zuteilung des Kennel Club Challenge Certificate für 2013 durchgeführt wird, und es ist ein Fortbestehen dieser Vorschrift auf roulierender Basis geplant.

Ein praktischer Beleg dafür, dass konkrete Pläne existieren und Maßnahmen eingeleitet wurden, um diese Bedingungen einzuhalten, ist im Rahmen eines Jahresberichts zu erbringen und Beweise für, oder Berichte über Verstöße dagegen sind relevante Faktoren für die Qualifizierung des Vereins für die nächste Zuteilung des Challenge Certificates.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

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This Page was last modified on 28 July, 2010.

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